Zahlen, die einstellen
Recruiting kann durch einige KPIs einfacher werden. Was KPIs sind und welche wichtig sind, erfährst du hier.
Autor
Vivien Vatter
4 min Lesezeit
2. März 2026
6 min Lesezeit | 15. Juli 2025
Wie erfolgreich ist dein Recruiting wirklich? Diese Frage lässt sich oft schwer mit einem einfachen „gut“ oder „schlecht“ beantworten. In Zeiten von KI-gestützten Tools und neuen Social-Media-Strategien wird es umso wichtiger, den Erfolg der eigenen Maßnahmen messbar zu machen. Hier kommen Kennzahlen, sogenannte Key Performance Indicators (KPIs), ins Spiel. Sie decken Verbesserungspotenziale auf und helfen, das Recruiting langfristig zu verbessern. Doch welche Kennzahlen sind wirklich relevant? Was sagen sie aus? Und vor allem: Wie nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse, um Ihr Recruiting kontinuierlich zu verbessern?
Einen ersten wichtigen Überblick geben die folgenden drei Klassiker.
Kennzahl | Was sagt sie aus? | Wie nutze ich sie strategisch? |
Time-To-Hire (Dauer von der Genehmigung der Stelle bis zur Unterschrift) | Misst die Geschwindigkeit Ihres gesamten Einstellungsprozesses. Eine lange Dauer kann Kandidaten abschrecken, die sich auch woanders bewerben. | Identifiziere langwierige Prozesse(z.B. langsame Genehmigungswege, viele Interviewrunden) und gucke, ob diese optimiert werden können. |
Cost-per-Hire ( Gesamtkosten für die Besetzung einer Stelle) | Zeigt die Kosten (Anzeigenkosten, Agenturgebühren, interne Aufwände), die die Besetzung der Stelle gekostet hat. | Budget planen & Kanäle bewerten: Vergleiche die Kosten pro Einstellung über verschiedene Kanäle. Ist eine teure Stellenbörse vielleicht effektiver als ein günstigerer Nischenkanal? So steuerst du dein Budget dorthin, wo es den größten Erfolg bringt. |
Qualität der Einstellung (z.B. gemessen an Performance, Fluktuation im ersten Jahr) | Misst den langfristigen Mehrwert eines Neuzugangs für das Unternehmen. | Analysieren, welche Eigenschaften erfolgreiche Mitarbeiter auszeichnen, und schärfe danach deine Profile und Fragen im Vorstellungsgespräch. |
Neben den Klassikern gibt es noch viele weitere KPIs, die Aufschluss zu deinen Prozess bringen können. Nicht jede KPI ist dabei für jeden relevant. Bei einigen hakt es an langwierigen internen Prozessen, die mit einfachen KPIs und kleinen Veränderungen nicht anpasst werden können. Sollte der Fehler jedoch im eigentlichen Recruitingprozess liegen, können andere KPIs bei der Fehlerfindung helfen.
Ein weit verbreitetes Phänomen auf einigen Plattformen sind viele Bewerber, die allerdings nicht qualifiziert genug für die eigentliche Stelle sind, also eine schlechte Bewerberqualität. Hier gilt, mehr ist nicht immer besser. Schalte deine Anzeigen nicht dort wo du viele Klicks erwartest, sondern dort wo du wenige, dafür aber qualifizierte Bewerber erreichst. Kenne deine Zielgruppe und schalte die Anzeigen dort wo sich diese befindet.
Viele Recruitingsofwares bieten Unmengen an KPIs, die ausgewertet werden können. Beginne mit wenigen, aber aussagekräftigen Kennzahlen wie Time-To-Hire und der Qualität der Bewerbungen. Beobachte, wie sich diese Zahlen für die verschiedenen Zielgruppen auf unterschiedlichen Kanälen verhalten. Was funktioniert für deine Zielgruppe und dein Unternehmen am besten? Diskutiert die Entwicklungen regelmäßig im Team und leitet konkrete Maßnahmen ab, wenn euch die Zahlen nicht gefallen. Veränderungen brauchen Zeit, aber können sich lohnen. Baut gemeinsam eine Strategie, die für euch funktioniert.