Sprache, die einstellt
Bessere Formulierungen für Stellenanzeigen – so geht’s Sprache, die einstellt 7 min Lesezeit11. August 20256 min Lesezeit | 15. Juli 2025 Letztes Mal ging es bei uns um die perfekte Stellenanzeige. Wir haben dabei besonders den Aufbau thematisiert. Zwar haben wir auch einige Tipps für die richtige Wortwahl gegeben, aber das Thema Formulierungen haben wir nur gestreift. Das ändern wir heute!Starten wir mit dem Wichtigsten. Wer eine Stellenanzeige schreibt, muss sich an das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) halten. Dieses verbietet die Diskriminierung wegen Geschlecht, Alter, Religion, ethnischer Herkunft, Behinderung und sexueller Identität. Auf der sicheren Seite ist man also, wenn man sich möglichst inklusiv ausdrückt. Das beginnt schon in dem Titel der Stellenanzeige. Versuche, geschlechtsneutrale Jobtitel zu verwenden. Statt ein männliches oder weibliches gelesenes Substantiv wie “Abteilungsleiter” zu schreiben, suche nach einer genderneutralen “Abteilungsleitung”. Sichere dich zusätzlich mit der “m/w/d” Angabe ab, so ist klar zu sehen, dass jedes Geschlecht willkommen ist. Die richtige Bezeichnung wäre hier also: Abteilungsleitung (m/w/d). Man sieht es häufiger, sollte dies allerdings unbedingt vermeiden: die Forderung nach Muttersprachlern. Bestimmte Jobs fordern zwar bestimmte Sprachkenntnisse, die Forderung nach einem Muttersprachler könnte jedoch diskriminierend wirken. Auch Nicht-Muttersprachler können die deutsche Sprache beherrschen. Formuliere die Stellenanzeige objektiver. Zum Beispiel kannst du sagen “Deutsch auf Niveau X” oder “perfekte Deutschkenntnisse”. Versuche außerdem auf Formulierungen zu verzichten, die die Körpergröße oder die körperliche Belastbarkeit und das Alter vorgeben.Es gibt zwar Ausnahmen, die sogenannten erlaubten Ungleichbehandlungen, diese treffen jedoch nur in bestimmten Fällen zu und sollten individuell geprüft werden. KI kann dir bei der Formulierung Diskrimminations...
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